Etiketten für Tiernahrung & Pet-Care
Pflichtangaben nach VO (EG) 767/2009 – dauerhaft lesbar auf Dose, Beutel und Sack.
Folienbeutel mit Fettanteil, Konservendosen aus der Kühlkette, Papiersäcke im Lager – jede Oberfläche stellt andere Anforderungen an Klebstoff und Obermaterial. Unsere Etikettenlösungen für Heimtierfutter bleiben auf schwierigen Untergründen haften, überstehen Kondensation und bilden alle Pflichtfelder nach geltendem Futtermittelrecht ab.
Etikett weg – Charge nicht mehr rückverfolgbar.
Eine Konservendose kommt aus der Kühlkette. Auf der Metalloberfläche bildet sich Kondenswasser. Ein Standardklebstoff verliert dabei seinen Halt – das Etikett löst sich, die Chargennummer fehlt. Nach Verordnung (EG) Nr. 767/2009 ist das kein Schönheitsfehler. Die Rückverfolgbarkeit ist unterbrochen.
Folienbeutel mit Fettanteil bieten kaum Haftgrund. Normaler Klebstoff zeigt das nach wenigen Tagen – zuerst an den Kanten, dann vollständig. Gleichzeitig dehnt sich die Beutelfolie beim Befüllen. Ein Obermaterial ohne ausreichende Dimensionsstabilität reißt oder verrutscht. Der Barcode wird unlesbar. Das Scanning bricht ab.
Poröse Etikettenmaterialien binden Futterpartikel und Fett in der Oberfläche. Reinigungsprotokolle greifen nicht mehr vollständig. Bei kleinen Gebinden fehlt oft schlicht die Fläche für alle Pflichtangaben nach FuttMV – Inhaltsstoffe, Nährwerte, Zusatzstoffe, Barcodes, MHD auf wenigen Quadratzentimetern.
Tiernahrungsetiketten: Haftung, Lesbarkeit, Recht – gelöst.
Feuchte Metalldosen, fettige Folienoberflächen und Hochgeschwindigkeitslinien verlangen unterschiedliche Antworten – und ein Etikett muss alle drei gleichzeitig geben. Wir kennen die Prozesse hinter den Verpackungslinien in der Heimtierfutterproduktion und wissen, wo Standardetiketten zuerst scheitern. Dieses Wissen fließt direkt in die Materialauswahl und die Konfiguration der Haftsysteme ein.
Klebstoffauswahl nach Untergrund
Variabeldruck auf vorbedruckten Etiketten
Informationsdichte auf kleinen Gebinden
Maschinengängigkeit bei hohem Tempo
Untergrund-Kompatibilität
• Haftet auf PE-Folie, PP-Folie, Metallblech und beschichtetem Karton ohne Voraktivierung.
• Bleibt auf fettkontaminierten Oberflächen stabil – auch nach mehrtägiger Lagerung im Außenbereich.
• Funktioniert auf dehnbaren Folienbeuteln, ohne an den Kanten aufzuziehen.
Chemische Resistenz
• Hält Reinigungsmittelkonzentrationen stand, wie sie in Hochfrequenz-Produktionslinien der Futtermittelindustrie anfallen.
• Bewährt sich bei direkter Fett- und Ölexposition aus Nassfutterkomponenten.
• Klebstoff und Folienmaterial entsprechen den Migrationsgrenzen nach EU-Verordnung 10/2011.
Thermische Belastbarkeit
• Klebstoff bleibt im Tiefkühlbereich bis -20 °C haftfähig – kein Ablösen beim Kondensieren der Dose.
• Zeigt keine Einbußen bei Produktionshallentemperaturen bis +60 °C.
• Das Druckbild auf Direktthermalsubstraten verändert sich nicht bei kurzzeitiger Wärmeeinwirkung in der Linie.
Mechanische und Witterungs-Exposition
• Folienmaterial dehnt sich mit flexiblen Beutelsubstraten mit, ohne zu reißen oder das Druckbild zu verzerren.
• Abriebschutz durch Laminat oder UV-Lack hält den Barcode nach intensivem Handlings- und Scannprozess lesbar.
• Maßhaltigkeit der Rollenware bleibt auch bei 450 Applikationen pro Minute konstant.
Technisches Leistungsprofil unserer Etiketten
Etiketten in der Tiernahrungsproduktion treffen auf Metalldosen mit Kondenswasser, PE-Folienbeutel mit Fettrückständen und Reinigungschemikalien im Hygieneprotokoll. Das Folienmaterial muss auf dehnbaren Substraten formstabil bleiben. Der Klebstoff hält auf niedrigenergetischen Kunststoffen ebenso wie auf lackiertem Metall. Schutzschichten bewahren das Druckbild vor UV-Ausbleichen und mechanischem Abrieb im Handelsumfeld. Alle eingesetzten Klebstoffe und Materialien sind auf die Anforderungen der EU-Verordnung 10/2011 für Lebensmittelkontaktmaterialien sowie auf die Kennzeichnungspflichten nach VO (EG) Nr. 767/2009 abgestimmt.
Fünf Etikettentypen für die Tiernahrung
Die folgenden fünf Etikettentypen decken die häufigsten Anforderungen in der Heimtierfutterproduktion ab – von der Hochgeschwindigkeitslinie bis zum informationsintensiven Kleingebinde. Je nach Verpackungstyp und Prozess empfiehlt sich eine andere Konfiguration.
Thermo-Transfer Etiketten
Thermo-Transfer Etiketten nehmen Chargennummer, MHD und Barcodes direkt in der Linie auf. Das Folienmaterial verträgt hohe Durchsatzraten und bleibt maßhaltig. Der Topcoat ist auf Thermotransfer-Druckköpfe abgestimmt. So hält die Schrift auch auf feuchten Dosen und fettigen Beuteln durch.
Folienetiketten
Folienetiketten auf PE-, PP- oder BOPP-Basis folgen der Bewegung flexibler Beutelverpackungen, ohne zu reißen. Laminat oder UV-Lack schützt das Druckbild vor Fett, Öl und Handelslicht. Pflichtangaben und Barcodes bleiben über die gesamte Verkaufsdauer lesbar – auch nach dem Öffnen der Verpackung.
Booklet-Etiketten
Booklet-Etiketten schaffen auf kleinen Gebinden Platz für alle Pflichtangaben nach FuttMV. Peelbare Lagen nehmen Inhaltsstoffe, Nährwerte, Zusatzstoffe und mehrsprachige Texte auf. Das Etikett wächst nicht mit dem Gebinde – es schichtet Information nach innen.
Barcode-Etiketten
Barcode-Etiketten auf robustem Papier oder Folie tragen GS1-konforme Codes, die auch nach mehrfachem Handling scanbar bleiben. Die Schutzschicht bewahrt die Scanfläche vor Abrieb im Lager und im Handel. QR-Codes für GDSN-Daten lassen sich kombinieren.
Mehrlagen-Etiketten
Mehrlagen-Etiketten schützen den Inhalt zusätzlich: Die Doppelschicht zeigt Manipulation sichtbar an. Das Material besteht Feuchtigkeitseintrag und Temperaturschwankungen zwischen Kühlkette und Regalumgebung. Für hochwertige Tiernahrungsprodukte, bei denen Unversehrtheit nachweisbar sein muss.
Was Sie vor der Etikettenauswahl klären sollten
In der Tiernahrungsproduktion entscheiden Oberflächenbeschaffenheit, Liniengeschwindigkeit und gesetzliche Informationspflichten gemeinsam darüber, welche Etikettenkonfiguration funktioniert. Wer diese drei Faktoren getrennt betrachtet, riskiert Abstimmungsprobleme zwischen Material, Klebstoff und Druckverfahren. Die folgenden fünf Punkte helfen dabei, die eigenen Anforderungen vor dem ersten Gespräch zu schärfen.
Verpackungsuntergrund und Oberflächenspannung
• Welche Materialien laufen auf Ihrer Linie – Metalldose, PE-Folie, PP-Beutel oder Papier?
• Sind die Oberflächen durch Fett, Öl oder Feuchtigkeit vorbelastet?
• Gibt es Oberflächen mit niedrigenergetischer Kunststoffstruktur, auf denen bisherige Etiketten nicht hielten?
Temperaturbedingungen entlang der Prozesskette
• Durchläuft das Gebinde nach der Etikettierung eine Kühl- oder Tiefkühlphase?
• Welche Temperaturen herrschen in der Produktionshalle beim Applizieren?
• Entstehen Temperaturschwankungen durch Kühlkettenwechsel, die Kondensation auslösen?
Variabeldruck und Druckverfahren
• Werden Chargennummer und MHD inline auf vorbedruckte Etiketten aufgedruckt?
• Nutzen Sie Thermotransfer, Direktthermaldruck oder ein anderes Verfahren für variable Daten?
• Welche Druckauflösung benötigen Ihre Barcodes für zuverlässiges Scanning?
Pflichtangaben und Informationsfläche
• Reicht die verfügbare Etikettenfläche für alle Angaben nach VO (EG) Nr. 767/2009 und FuttMV?
• Benötigen Sie mehrsprachige Versionen für unterschiedliche Exportmärkte?
• Sind Bio-Kennzeichnung oder andere Zertifizierungslogos auf der Vorderseite unterzubringen?
Liniengeschwindigkeit und Rollenspezifikation
• Mit welcher Geschwindigkeit läuft Ihre Applikationsmaschine in Etiketten pro Minute?
• Welche Rollendurchmesser und Kerndurchmesser nimmt Ihre Maschine auf?
• Gibt es Maschinen-Zertifizierungen oder Herstellervorgaben, die die Materialauswahl einschränken?
Häufig gestellte Fragen – Tiernahrung & Pet-Care
Kondenswasser ist der häufigste Grund, warum Etiketten auf Metalldosen versagen. Das passiert nicht beim Applizieren – sondern Stunden später im Lager. Ein Klebstoff, der auf trockener Dose haftet, verliert auf nasser Oberfläche seinen Halt. Für diesen Fall setzen Sie ein Haftsystem ein, das auf feuchte Metalluntergründe ausgelegt ist. Es baut auch unter Nässe ausreichend Anfangshaftung auf. Das Etikett verrutscht nicht, bevor der Klebstoff vollständig abbindet. Wie schnell und stabil das auf Ihren spezifischen Dosen funktioniert, zeigt sich beim Test auf Ihren realen Gebinden unter Ihren Kühlbedingungen. Das Technologie-Team begleitet Sie bei der Materialauswahl für genau diesen Schritt.
PE gehört zu den niedrigenergetischen Kunststoffen. Normaler Klebstoff findet dort keinen ausreichenden Haftgrund. Das Etikett klebt zunächst – und gibt nach zwei bis vier Tagen an den Kanten nach. Dazu kommt: Beim Befüllen dehnt sich der Beutel. Ein Folienmaterial ohne ausreichende Flexibilität folgt dieser Bewegung nicht. Es reißt oder löst sich großflächig ab. Für PE-Oberflächen mit Fettanteil brauchen Sie ein Haftsystem, das speziell auf niedrige Oberflächenenergie reagiert – und ein Obermaterial, das mit der Beutelbewegung mitzieht, ohne das Druckbild zu verzerren. Ob die Kombination auf Ihren Beuteln hält, testen Sie direkt auf Ihren befüllten Gebinden. Wir helfen Ihnen, die richtige Materialkonfiguration dafür zusammenzustellen.
Im Futtermittelbereich stehen zwei Anforderungen im Vordergrund. Erstens: Die Kennzeichnungspflichten nach VO (EG) Nr. 767/2009 verlangen, dass Pflichtangaben dauerhaft lesbar bleiben – nicht nur beim Applizieren, sondern bis zum Verbrauch. Zweitens: Klebstoffe und Folienmaterialien, die mit dem Gebinde in Kontakt stehen, unterliegen den Anforderungen an Lebensmittelkontaktmaterialien. Unsere Materialien sind auf diese Anforderungen abgestimmt. Das schließt Migrationseigenschaften und Compliance mit ein. Fehlt beim Audit ein entsprechender Nachweis, stoppt das mehr als nur die Linie. Welche Materialdokumentation Sie für Ihr spezifisches Produkt und Ihren Zielmarkt benötigen, klären Sie am besten direkt mit unserem Technologie-Team – die Anforderungen variieren je nach Exportland.
Inline-Druck auf vorbedruckte Etiketten scheitert meistens nicht am Drucker – sondern am Topcoat. Wenn der Topcoat nicht auf das eingesetzte Druckverfahren abgestimmt ist, wischt die Schrift ab oder haftet ungleichmäßig. Bei hohem Durchsatz fällt das erst auf, wenn bereits viele Gebinde falsch bedruckt sind. Für Thermotransfer brauchen Sie einen Topcoat, der das Farbband sauber überträgt und die Schrift danach mechanisch festhält. Für Direktthermaldruck gilt dasselbe Prinzip – mit anderen Materialeigenschaften. Wir stimmen Topcoat und Obermaterial auf Ihr Druckverfahren ab, bevor das Material in die Linie geht. Druckauflösung und Liniengeschwindigkeit fließen dabei direkt in die Konfiguration ein.
Ein Datenblatt zeigt Laborbedingungen. Ihre Linie ist keine Laborbedingung. Ob ein Material auf Ihrem Untergrund hält, bei Ihrer Liniengeschwindigkeit sauber einläuft und nach Ihrer Kühlkette noch lesbar ist – das zeigt sich ausschließlich unter Ihren realen Bedingungen. Der sinnvolle Weg: Sie testen auf Ihren eigenen Gebinden, mit Ihren Maschinen, bei Ihren Temperaturen. Wir stellen Ihnen dafür Mustermaterial bereit, das auf Ihren Verpackungstyp und Ihren Untergrund vorausgewählt ist. So testen Sie nicht ins Blaue, sondern starten mit einer Konfiguration, die für ähnliche Anforderungen bereits funktioniert hat. Sprechen Sie uns auf Ihre spezifischen Gebinde an – dann zeigen wir Ihnen, welche Materialvariante als Ausgangspunkt sinnvoll ist.